Warum Open Source

Open Source ist kein Glaubensbekenntnis. Sondern eine gute Entscheidung.

Wir wollen niemanden bekehren. Aber wir erklären gern, warum wir Open Source für die meisten Unternehmen für die bessere Wahl halten, und wann nicht.

Open-Source-Software ist Software, deren Quellcode öffentlich ist und die jeder nutzen, prüfen, anpassen und weitergeben darf. Das klingt nach Hobbyprojekt, ist aber längst das Fundament der modernen IT: Ein großer Teil aller Server weltweit läuft auf Linux, das Internet auf offenen Protokollen, und auch die Cloud-Angebote der großen Konzerne bauen in weiten Teilen auf Open Source auf.

Die Frage ist also nicht, ob du Open Source nutzt. Das tust du mit ziemlicher Sicherheit schon. Die Frage ist, ob du die Kontrolle darüber selbst behältst oder sie einem Anbieter überlässt.

Vier gute Gründe

Was für Open Source spricht

01

Kein Vendor-Lock-in

Bei proprietärer Software bestimmt der Hersteller Preis, Funktionsumfang und Lebensdauer. Wenn er die Bedingungen ändert, wie zuletzt bei VMware, bleibt oft nur zahlen oder aufwendig wechseln. Open Source nutzt offene Formate und Standards. Du kannst den Dienstleister wechseln, ohne die Software wechseln zu müssen.

02

Datenhoheit

Du entscheidest, wo deine Daten liegen: im eigenen Serverraum oder in einem Rechenzentrum in Deutschland. Kein US-Anbieter, der aufgrund ausländischer Gesetze Zugriff gewähren muss. Das macht DSGVO, Auftragsverarbeitung und Gespräche mit dem Datenschutzbeauftragten deutlich entspannter.

03

Kosten über die Laufzeit

Open Source ist nicht „gratis“. Einrichtung und Betrieb kosten Arbeit. Aber es fallen keine Lizenzgebühren an, die mit jedem Mitarbeitenden, jedem CPU-Kern und jeder Verlängerung steigen. Über drei bis fünf Jahre gerechnet ist das für viele Unternehmen günstiger und vor allem planbarer.

04

Sicherheit durch Offenheit

Offener Quellcode kann von jedem geprüft werden: von Sicherheitsforschenden, Behörden, Unternehmen. Große Projekte haben aktive Communities, feste Sicherheitsprozesse und oft Bug-Bounty-Programme. Sicherheit, die nicht auf „Vertrau uns einfach“ beruht.

Ehrlich bleiben

Was Open Source nicht ist

Nicht wartungsfrei. Auch Open-Source-Systeme brauchen Updates, Backups und jemanden, der sich auskennt. Lizenzkosten fallen weg, Betriebsaufwand nicht. Deshalb bieten wir Betrieb und Support als Abo an.

Nicht automatisch sicher. Offener Code ist prüfbar. Sicher wird ein System aber erst durch saubere Konfiguration und regelmäßige Pflege.

Nicht immer „Open Source“, nur weil der Code offen ist. Manche Projekte (etwa n8n) stehen unter Lizenzen mit Einschränkungen. Das ist oft unproblematisch, aber wir sagen dir dazu immer, was gilt.

Kein Missionarstum

Wann proprietäre Software sinnvoll ist

  • Deine Branchensoftware gibt es nur für Windows oder nur mit einer bestimmten Datenbank
  • Ein Hersteller supportet sein Produkt nur auf einer bestimmten Plattform, und du brauchst diesen Support
  • Dein Team oder deine Kunden arbeiten zwingend mit einem bestimmten Format oder Werkzeug
  • Die Open-Source-Alternative ist für deinen Fall (noch) nicht ausgereift genug
  • Der Umstieg würde mehr kosten, als er über die Jahre einspart

In solchen Fällen setzen wir proprietäre Software ein, und zwar so, dass sie gut mit dem Rest zusammenspielt.

Managed Services für proprietäre Software

Mythen & Fragen

Was wir oft gefragt werden

Ist Open Source nicht unsicherer, weil jeder den Code sehen kann?

Nein, eher im Gegenteil. Sicherheit durch Geheimhaltung funktioniert auf Dauer nicht. Offener Code wird von vielen Augen geprüft, Lücken werden öffentlich dokumentiert und schnell geschlossen. Entscheidend ist, dass Updates auch eingespielt werden. Genau darum kümmern wir uns im Betrieb.

Wer haftet, wenn etwas schiefgeht?

Für deine Systeme bist du nicht allein: Wir übernehmen im Rahmen unseres Betriebsvertrags Verantwortung für Einrichtung und Betrieb. Für viele Projekte wie Proxmox oder Nextcloud gibt es außerdem kommerziellen Herstellersupport, den wir bei Bedarf einbinden.

Was passiert, wenn ein Open-Source-Projekt eingestellt wird?

Der Code bleibt verfügbar, und andere können ihn weiterentwickeln. Das ist schon oft passiert. Bei proprietärer Software ist ein eingestelltes Produkt dagegen schlicht weg. Wir setzen ohnehin bevorzugt auf große, etablierte Projekte mit Firma und Community dahinter.

Sieht Open-Source-Software nicht altbacken aus?

Das war vielleicht vor 15 Jahren so. Nextcloud, Proxmox und n8n haben moderne Oberflächen, die sich vor kommerziellen Produkten nicht verstecken müssen. Überzeug dich gern selbst, wir zeigen dir das bei der Ersteinschätzung.

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Lohnt sich Open Source für dich?

Wir rechnen es dir durch: deine heutigen Lizenzkosten gegen Umstieg und Betrieb. Kostenlos, unverbindlich und ehrlich, auch wenn das Ergebnis „bleib, wo du bist“ lautet.

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